Butterfly - Transformation

SERIES CONSCIOUS LIVING, CONSCIOUS DYING: EPISODE 2
October 31st at 11 AM PT/ 7 PM CET
IN GERMAN

Bis zum letzten Atemzug: Ich war dabei.

STERBEBEGLEITUNG – GESPRÄCHSRUNDE

Wir waren dabei, als unsre Eltern starben, unser Lebenspartner oder eine andre nahestehende Person. Wir haben bewusst die Aufgabe wahrgenommen, diesen Menschen unsren Beistand zu leisten in der letzten Zeit und sie nicht in die Anonymität eines Krankenhauses oder einer andren Einrichtung zu übergeben.

Wir wollen Euch von unsrer Erfahrung berichten und Euch inspirieren, dies ebenfalls zu tun, wenn Ihr vor der Entscheidung stehen werdet, denn es kann ein großes Geschenk für euch werden.

Falls Ihr entsprechende Erfahrungen gemacht habt, würden wir uns über Eure Kommentare freuen. Ihr könnt auch gern Kontakt mit uns aufnehmen (Hier klicken), wenn Ihr gerne bei künftigen Gesprächen dabei sein möchtet.

 LIVE gestreamed am 31. Oktober 2018

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Sterbebegleitung

0:00 Einführung von Heidi

2:00 Heidi stellt sich vor

2:50 Hanna Hündorf: die Mutter ist erfolgreich verstorben.

3:40 Martina Vollbrecht: interessiert am Tod seit der Kindheit, der sterbende Vater wollte von ihrem Wissen nichts wissen. BEgleitung der Mutter: ein Geschenk.

5:50 Marina Büning, hat ihre Mutter begleitet, intensives Erlebnis, Dankbarkeit. Auch ihren Kater begleitet, es war wichtig für sie

6:58 Heidi’s Intention und Fragen an die Gäste: Was hat Euch das Dabeisein gegeben?

8:09 Marina berichtet von ihrer Mutter. Die Ärztin findet es ungewöhnlich, dass die Sterbenden nach Hause genommen werden. Es war ganz selbstverständlich.

10:30 Hanna: tibetische Lebensgemeinschaft. Schöne Erfahrung in der Begleitung von der Gemeinschaft. In normalen Altersheim sieht sie wie furchtbar es fort ist mit dem Sterben. Begleitet den Vater und sie arbeiten zusammen sein Leben auf. Spirituelle Erfahrung, ohne Methoden, nur liebevolle Präsenz. “Jetzt ist es genug” In Heimen: “Keine artgerechte Menschenhaltung”

15:45 Der Tod ist der Höhepunkt des Lebens.

16:30 Heidi berichtet, dass Mark dabei sein will, wenn er stirbt.

16:55 Martina: tätig in der Hospizbewegung. In der Familie war Sterbebegleitung selbstverständlich. Sterben gehört zum Leben. Angehörige der Sterbenden: viele hatten Angst, konnten dann aber dann manchmal doch da sein und waren dankbar hinterher.

20:40 Heidi teilt ihren Prozess, wie sie zum Sterben steht. Tod des Vaters und der Mutter. Die story der Pfleger, die die Schmerzen nicht bemerken, ich musste meine Mutter verteidigen gegen grobe Behandlung. Der Tod als etwas Heiligem, Ende der Angst. Mark’s Tod: ein letztes Fest. Erleben, des für den anderen da sein in der letzten Zeit.

27:35 Hanna, das gemeinsame Singen: Dona nobis pacem. Die Mutter war schon im Himmel. Trauerfeier, der Vater hatte alles aufgeschrieben, sonst hätte sie nicht gewusst, was er gewollt hätte. Mutter hat dann eine Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsinstitut gemacht.  Trauerrednerin zu Lebzeiten bestellt, die mit der Mutter selbst alles besprach. Es ist ein großes Geschenk, diesen Liebesdienst zu erweisen.

32:50 Liebesdienst! Mark’s Töchter waren nicht da.Lillian schon tot seit 5 Jahren. Mark hatte ein rundes Leben, seine Möglichkeiten erlebt und ist mit Akzeptanz gegangen. Die Menschen haben die Macht darüber, wann sie sterben. Nicht mehr so am Leben hängen, dann ist es ein guter Tod. Angehörige können den Sterbenden belasten mit ihren Erwartungen. Mit den Angehörigen arbeiten.

37:00 Marina: der Schlaganfall der Mutter, anschließend lachte die Mutter viel, die story mit dem Pastor. Sie wollte sich selbst auf den Tod vorbereiten. Telepathischer Kontakt mit der Mutter, als sie nicht mehr sprechen konnte. “Anweisungen”, was die Mutter von ihr hören wollte. Der Todestag, sie liest nochmal vor, wo der Sterbeprozess beschrieben wird. Sie starb kurz darauf.

40:35 Martina: Jeder Sterbende entscheidet, ob er mit oder ohne die Angehörigen sterben will. Schuldgefühle, nicht dabei gewesen zu sein, sind nicht berechtigt. Anekdote einer Frau, deren Nachbarin in ihren Armen gestorben ist. Ein Geschenk!

43:45 Hanna: nur eine Schwester war bei der Mutter, als sie starb. Erst wenn ihr sie loslasst, dann kann sie sterben! Unterhält sich telepathisch mit der Mutter und lässt sie los. Ein heiliger Moment. Tiefer Frieden und Dankbarkeit. Friedlich und heiter. Der Abschied vom Körper.

53:00 Zuhören von unseren Geschichten ist auch ein heiliger Moment.

54:15 Marina: es hat eine tiefere Ebene bekommen. Spricht noch einmal von der Begleitung ihres Katers. Wir behandeln unsere Tiere noch viel schlimmer. Wie eine Übung.

55:29 Heidi bestätigt die Erfahrung mit dem Tod der Katzen: Seele zu Seele Begegnung.

56:35 MARTINA MIT IHRER TANTE, DIE IHREN DEMENZKRANKEN MANN ÜBER 10 JAHRE BEGLEITET. Dann hat sie nochmal eine Liebe getroffen für eineinhalb Jahre bis zu dessen Tod

59:15 Hanna: Da ist etwas Leuchtendes, wir haben das alle in uns!

1:01 Wunsch für einen guten Tod ohne Angst.

 

ÜBER UNSRE GESPRÄCHSTEILNEHMERINNEN (Bitte auf die Namen klicken)

Marina schreibt:

Ich lebe seit 20 Jahren in der Sabina, in der Nähe von Rom, komme aus Hamburg. Ich bin bildende Künstlerin und helfe Menschen in ihre Kreativität zu kommen und ihre künstlerischen Talente zu entwickeln. Das tue ich on -und off line.  Bevor ich nach Italien gegangen bin habe ich meine Mutter begleitet. Ich habe es als großes Geschenk empfunden, dass sie mir gestattet hat fast bis zur letzten Minute bei ihr zu sein.

Martina schreibt:

Meine Leidenschaften sind Yoga, Meditation, Sterbebegleitung und das Weitergeben dieser Erfahrungen als Dozentin für Menschen im Pflegeberuf und für Ehrenamtliche und Angehörige von Schwerstkranken und Sterbenden.

1992 war ich Mitbegründerin der Hospizinitiative Kiel und arbeite seitdem ehrenamtlich sowie beruflich in diesem Bereich. In den letzten 8 Berufsjahren im Gemeinschaftshospiz Christophorus in Berlin-Kladow.
Ich hatte das große Glück, meine beiden Eltern, zwar im Krankenhaus, aber dennoch persönlich begleiten zu können. Genauso meine damals beste Freundin, die 2009 zu Hause starb und “auf mich gewartet hatte”, wie ihr Sohn sagte, als ich an ihrem letzten Wochenende aus Berlin angereist kam.
Ein großer Dank für das Ermöglichen dieser Tätigkeiten gilt meiner Familie, meinem Guru Sebastian Gronbach und meinem jüngeren Sohn, die beim Tod meiner Mutter eine große Unterstützung waren
Hanna Hühndorf
Seit 36 Jahren praktiziere ich tibetischen Buddhismus als wichtigsten Lebensinhalt, zweimal 3 Jahre im strengen Retreat.
Die ersten 15 Jahre davon verbrachte ich in der Lebensgemeinschaft Samye Ling in Schottland, wo ich eine ganz andere Art des Umgangs mit Tod und Sterben kennenlernte. 1997 begann ich in Hamburg, Buddhismus und Meditation zu lehren – gern immer ganz praktisch in Bezug auf den Alltag – und begleitete einen jungen Mann in den letzten Wochen vor seinem Krebstod.
Ab 2006 lebte ich 11 Jahre mit meiner Mutter zusammen, die mit meiner Hilfe ein Beispiel für selbstbestimmtes und bewusstes Altern und Sterben vorleben konnte. Während dieser Zeit konnte ich auch meinem Vater den Übergang erleichtern, während zwei Jahren Arbeit im Altenheim gewann ich aber auch einen Einblick, wie das Altern und Sterben in unserer Gesellschaft heute auf eine Weise geschieht, die ich “nicht artgerecht” nenne.
Gern möchte ich dazu beitragen, dass wir den Weg zu einer natürlichen, bewussten, mitfühlenden und gelassenen Lebensweise finden, die in “primitiveren” Kulturen zum Teil noch vorhanden ist.